Eine aktuelle Umfrage aus den USA hat ergeben, dass sich 53% der Befragten Arbeitnehmer eine Stunde am Tag von ihrer beruflichen Tätigkeit ablenken lassen.
Das Software-Unternehmen harmon.ie und das Markforschungsunternehmen uSamp haben 515 Beschäftigte aus den Bereichen Vertrieb, Marketing, Personalwesen oder juristischen Abteilungen für US-Unternehmen mit 1.000 oder mehr Beschäftigten zur Konzentrationsfähigkeit während ihrer Arbeit befragt. Dabei tragen Social Media, wie Facebook, Xing und Youtube, mit 60% den größten Anteil an Ablenkungspotenzial. Jedoch sind auch andere Faktoren wie Dokumentensuche auf dem Computer, eMail schreiben, Datensicherung und PC-aufräumen maßgeblich für die Arbeitsunterbrechung verantwortlich.
Fazit: 45% der Befragten gaben an, sie würden sich lediglich 15 Minuten am Stück konzentrieren können, bevor sie unterbrochen werden. Im Durchschnitt wären diese „Pausen“ 2,5 Stunden pro Woche, was 16 Tage im Jahr sind.
Reaktion der Unternehmen: 70% der Firmen versuchen die Ablenkungsmöglichkeiten aus Social Media zu unterbinden. Beliebteste Methode ist das Sperren der Seiten. Um ihre Mitarbeiter nicht zu verärgern, schliessen einige Arbeitgeber nur Facebook aus. Quelle: Mediatreff
Einen anderen Weg wählten die Teilnehmer an meiner Facebook Umfrage. Sie sind der Meinung, man solle ein Zeitfenster für Facebook und Co. nutzen. Dann kann das Unternehmen darauf vertrauen, dass die Angestellten das Entgegenkommen der Firma zu würdigen wissen und sich somit angemessen verhalten. Das heißt, nicht zu viel auf Social Media Plattformen unterwegs sind. Das scheint ein angemessener Umgang mit Social Media zu sein, so meine ich.
Vermutlich ist es auch ein Lernprozess, die sozialen Medien gezielt im täglichen Arbeitsprozess zu integrieren. Und sicher haben Social Media weitere Vorteile, die die Studie nicht untersucht hat. Beispielsweise finde ich viele Kontakte in den sozialen Netzwerken, die mir meine tägliche Arbeit erleichtern: neue Kunden, qualifizierte Mitarbeiter, interessante Kontakte zu Presse und Konferenzanbietern.
Oftmals helfen mir die interaktiven Diskussionen auf Facebook und Co die Hintergründe und Meinungen zu aktuellen Themen schneller und besser zu verstehen. Dieser direkte und schnelle Draht macht mir Spaß, bringt mir viele Inspirationen und führt zu unmittelbaren Ergebnissen. Die Offenheit und Nähe fördert Emotionen und auch die Loyalität, obwohl es sich vorwiegend um virtuelle Kontakte handelt.
Kurz: ohne Social Media wäre meine Arbeit nicht mehr machbar.
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